CDU Karlsruhe und CDU-Gemeinderatsfraktion fordern Rückkehr zur Sachdiskussion.

„Ich werde den Eindruck nicht los, dass hier von eigenem Versagen abgelenkt werden soll. Die Interessen der Schülerinnen und Schüler an einer bestmöglichen Bildung wird dem Koalitionsfrieden geopfert. Vielleicht müssen wir daran erinnern, dass seit zwei Jahren eine grün-rote Landesregierung die Verantwortung trägt. Im Gegensatz zu den Oppositionstagen gilt es nun für die SPD dieser Verantwortung gerecht zu werden. Auf den politischen Gegner zu schimpfen ist dafür kein Ersatz. Die CDU Karlsruhe und die CDU-Gemeinderatsfraktion machten sich stets für die Beibehaltung von G9 stark. Ich darf an meine ehemalige Stadtratskollegin Christiane Staab erinnern, die wie ein Löwe für die Beibehaltung von G9 kämpfte – auch gegen die Widerstände der eigenen Landesregierung.

Das sind Fakten, die nicht ignoriert oder wegdiskutiert werden können. Solchen Mut wünschen wir uns heute von Anderen. Wir unterstützen die Herren gerne in ihren Bemühungen“, betont der Vorsitzende der CDU Karlsruhe und Bundestagsabgeordnete Ingo Wellenreuther.

„Für mich ist nicht nachvollziehbar, dass wir angegriffen werden, obwohl wir in der Sache der gleichen Meinung sind, diese aber nicht zur Kenntnis genommen werden will.
Auch für uns ist unbestritten, dass wir eine tragfähige Lösung für das nächste Schuljahr brauchen. Ich kann verstehen, dass ein neuer Bundestagskandidat nicht mit jedem Sachverhalt vor Ort vertraut sein kann. In diesem Fall sagt allerdings ein altes Sprichwort:
Reden ist Silber und Schweigen ist Gold. Auch das ist eine Tugend! Sollte hingegen beides absichtlich vermischt worden sein, dann ist es heuchlerisch auch nur das Wort Tugend in den Mund zu nehmen. Die nun geäußerten Behauptungen sind schlicht falsch. Die CDU-Fraktion sprach sich von Beginn an für die Beibehaltung von G9 aus“,
unterstreicht die Fraktionsvorsitzende Gabriele Luczak-Schwarz. Die CDU-Fraktion lehne eine solche „stillosen politische Auseinandersetzung“ ab und werde sich nicht auf diese Ebene „herablassen“. Ihr sei eine „sachorientierte politische Diskussion“ ein wichtiges Anliegen. Dafür sei es unerlässlich, „sich für einen fairen politischen Austausch mit den Argumenten des Gegenübers auseinander zu setzen“. Die willentliche „Vermengung
und Unterstellung“ von falschen Aussagen sei „nicht nur tugendlos“, sondern auch „einer politischen Diskussion unwürdig“. Dafür sei die CDU-Fraktion „nicht zu haben“.

„Das Angebot von G9-Zügen ist bei den Karlsruher Eltern auf große Zustimmung gestoßen. Gleichzeitig ist abzusehen, dass sich die Anmeldezahlen weiter erhöhen werden.
Wir fordern mit der Umsetzung der Wahlfreiheit für die Gymnasien die Einlösung des grün-roten Wahlversprechens ein. Allen Beteiligten ist längst klar, dass die Deckelung auf 44 Schulen gescheitert ist. Dies anzuerkennen und die notwendigen Konsequenzen daraus zu ziehen wäre die richtige Antwort. Auf die Unterstützung der CDUFraktion
dürfen Sie sich verlassen“, ergänzt der schulpolitische Sprecher der Fraktion Stadtrat Johannes Krug. Er wünsche sich eine „Rückkehr zur Problematik“, die die Diskussion ausgelöst habe. Er fordert die SPD-Vertreter auf, sich für mögliche Lösungen stark zu machen und die „Scheindiskussion in den Medien“ zu unterlassen. Durch die
Ablehnung von G9-Zügen am Gymnasium Neureut und einer Beschränkung auf das Humboldt Gymnasium stoße das Humboldt Gymnasium an seine Grenzen und dies obwohl, aufgrund der Inklusion von behinderten Schülerinnen und Schüler die Raumkapazitäten deutlich erhöht wurden. Eine Lösung für das Problem müsse unmittelbar angegangen werden. Dies habe man auch in einem persönlichen Gesprächen zum Ausdruck gebracht.

Download als PDF: Pressemitteilung „Reden ist Silber – Schweigen ist Gold“ [80 KB]