Die CDU Karlsruhe zeigt sich verwundert über die zum Teil haarsträubenden Äußerungen in der Gemeinderatsdebatte zum Neubau einer Ditib-Moschee und bezieht dazu Stellung.


Die Stadtverwaltung hat aus ihrem Kommunikationsdesaster im Sommer 2016 zum geplanten Neubau einer Großmoschee am Mühlburger Bahnhof offenbar nichts gelernt. „Die CDU will eine öffentliche Debatte über die Größe und das Ausmaß eines Moscheevorhabens in Karlsruhe und die Organisation Ditib. Stattdessen wird im Hinterzimmer des Bauamts der noch nicht gestellte Bauantrag der Ditib unterstützt und vorbereitet, der zum Gegenstand eine Großmoschee für 700 Menschen mit einem Minarett haben soll, der sich dem äußeren Anschein nach mit Sicherheit nicht im Sinne des § 34 Baugesetzbuch in die Umgebung der Käppelestraße einfügt“, sagt der CDU Kreisvorsitzende Ingo Wellenreuther MdB.

Der Populismusvorwurf an die CDU ist im Zusammenhang mit der Moschee-Debatte absurd, weil es gerade die CDU ist, die schon lange und mehrfach eine öffentliche Debatte über die Rolle des Islamverbandes Ditib als verlängerter Arm des türkischen Präsidenten Erdogan und der staatlichen türkischen Religionsbehörde eingefordert hat.

„Die Bevölkerung hat einen Anspruch darauf, mitzureden und informiert zu werden, bevor die Planungen des Islamverbandes Ditib in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung abgeschlossen sind und will nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden“, so Wellenreuther.

„Selbstverständlich akzeptiert die CDU Karlsruhe, dass es eine würdige und angemessene Gebetsstätte für alle Muslime in Karlsruhe geben soll. Ein überdimensionierter Prunkbau mit Wohnungen, Büros und Ladengeschäften sowie einem Minarett hat damit nichts zu tun. Ein solcher Neubau sollte sich von der Größenordnung her beispielsweise an der Jüdischen Synagoge in der Knielinger Allee orientieren.“

Die CDU Karlsruhe sieht außerdem keine Notwendigkeit für die Errichtung von Minaretten. „Sie sind nicht notwendig für die Gewährung der Religionsfreiheit und die Ausübung des Islam. Hier spielt vielmehr die Symbolik eine große Rolle: Das Minarett soll den Machtanspruch des Islam dokumentieren und ist ein Zeichen für eine Inbesitznahme des Landes. Deshalb lehnen wir sie ab“, so Wellenreuther.